Neues Gesetz: Aldi, Lidl, EDEKA und Co müssen ab 2022 unseren Elektroschrott annehmen.

Aktualisiert: März 1



Über die Jahre sammeln sich in Schubladen und Abstellkammern alte Elektrogeräte wie Smartphones, Rasierer oder Taschenrechner an. Diese gehören nicht in den Hausmüll, sondern sollten zu sogenannten Wertstoffhöfen gebracht werden. Dank eines neuen Gesetzes können diese aber ab 2022 bei Supermärkten oder Discounter abgegeben werden.


Die Vorrausetzung hierfür ist, dass die Ladenfläche größer als 800 Quadratmeter ist und das Geschäft selbst mehrmals im Jahr Elektrogeräte verkauft. "Damit wird es deutlich leichter, im Alltag kleinere Elektro-Altgeräte zurückzubringen", sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) der Deutschen Presse-Agentur.


Bei Elektrogeräten bis zu einer Kantenlänge von 25 cm darf es keine Rolle spielen, ob der Kunde direkt ein neues Gerät kauft. Die Geschäfte müssen also deine Powerbank oder deine elektrische Zahnbürste auf jeden Fall zurücknehmen. Bei größeren Elektrogeräten musst du ein neues Gerät kaufen, um dein altes abgeben zu dürfen. Ein Beispiel wäre, wenn ein Supermarkt im Rahmen einer Aktion einen Staubsauger verkauft. Der Supermarkt wäre hierbei verpflichtet deinen alten Staubsauger entgegen zu nehmen.


Der Online-Handel wird von diesem Gesetz ebenfalls eingeschlossen. In Zukunft müssen die Händler die Elektroaltgeräte kostenlos und unkompliziert zurücknehmen und recyceln. Ansonsten dürfen sie keine Elektrogeräte mehr verkaufen.


Ziel dieses Gesetzes ist es die EU-Vorgaben einzuhalten. Dies besagen, dass eine gewisse Menge an Elektrogeräte eingesammelt und recycelt werden soll. 2018 wurden 43,1 Prozent der Elektroaltgeräten bezogen auf die verkauften Geräte der drei Vorjahre eingesammelt. Die Quote der EU lag aber bei 45 Prozent und seit 2019 liegt diese sogar bei 65 Prozent, offizielle Zahlen zur Sammlung gibt es noch nicht. Höchstwahrscheinlich wurde dieser Anteil aber nicht erreicht.


Die Bürgerinnen und Bürger sind eigentlich zur Mülltrennung verpflichtet und Elektroschrott gehört weder in den Restmüll noch in die gelbe Tonne oder in den gelben Sack. Der Hausmüll wird aber nicht kontrolliert und so drohen keine Strafen. Hinzu kommen die oftmals komischen Öffnungszeiten der Wertstoffhöfe und eine lange Anfahrt. Dadurch gewinnt öfter mal die Faulheit und der alte Rasierer verschwindet im Mülleimer.


Ab dem Jahr 2022 kann sich diese Situation aber verbessern, indem man zusätzlich zu seinen Pfandflaschen einfach das aussortierte Smartphone und den kaputten Rasierer im Supermarkt oder Discounter abgibt.


Natürlich sollte jeder vor diesem Schritt nochmal überlegen, ob sich das Altgerät nicht reparieren lässt oder ob das neueste Smartphone unbedingt notwendig ist.


Übrigens: Wenn du dein altes Handy unbedingt loswerden willst, kannst du es dem Tierpark in München spenden. Der Zoo lässt die ausrangierten Telefone recyceln und der Erlös geht in den Artenschutz. Auf der Tierpark-Webseite kannst du einen DHL-Aufkleber herunterladen, um dein altes Smartphone kostenlos verschicken zu können. Dadurch bewirkst du für die Umwelt gleich doppelt Gutes.


Infenity

~for a better tomorrow


von Luca Zeitvogel


Quelle:


chip.de abgerufen am 27. 12.2020 von https://www.chip.de/news/Nicht-nur-Plastik-Batterien-und-Papier-Aldi-und-Lidl-muessen-ab-2022-speziellen-Muell-zuruecknehmen_183190820.html

stern.de abgerufen am 27. 12.2020 von https://www.stern.de/wirtschaft/neues-gesetz--supermaerkte-und-discounter-sollen-elektroschrott-annehmen-9535956.html


Bildernachweis:


pixabay.com abgerufen am 27.12.2020 von https://pixabay.com/get/55e7d6474f56a914f6d1867dda3536781536deec5558744b_1920.jpg

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