Mülltrennung nervig oder sinnvoll? 5 Tipps für die richtige Mülltrennung.

Aktualisiert: vor 11 Stunden

In dem Blogeintrag für diesen Monat behandeln wir das Thema Müll und wie wir damit umgehen. Er fällt täglich an und ist ein ständiger Begleiter unseres Lebens. Ich habe 5 Tipps für euch, damit die Mülltrennung in Zukunft einfacher abläuft.


1.Was ist mit dem Deckel auf Pfandflaschen, muss dieser abgeschraubt werden?


Ein klares Nein, der Deckel sollte bei Glas- und Kunststoff-Mehrwegflaschen sogar eher drauf bleiben. Dieser schützt nämlich das Schraubgewinde vor Kratzer und so kann die Flasche wieder befüllt werden. Ist das Gewinde nämlich beschädigt wird die Flasche wieder eingeschmolzen und zu einer neuen verarbeitet. Dadurch entsteht ein höherer vermeidbarer Energieaufwand. Unbeschadete Glasflaschen kann man bis zu 50-mal wiederverwenden! Auch bei PET Flaschen kann der Deckel drauf bleiben, da diese meist aus demselben Material bestehen und so sortenrein recycelt werden können.


2.Wohin gehören Plastik- Packungen mit Schimmel?


Ihr müsst natürlich nicht den verschimmelten Käse aus der Packung kratzen, um ihn in die Biotonne zu werfen. Was aber auch nicht richtig ist, ist das Ganze in die gelbe Tonne oder den gelben Sack zu legen. Es könnte nämlich sein, dass das innere auf den Sortierbänder platzt und so andere Plastikteile beschmutzt. Die Anlage kann dann die verschiedenen Verpackungen nur noch schwer richtig trennen und im schlimmsten Fall nicht mehr recyceln. Deshalb einfach das verschimmelte Essen mit der Verpackung in die Restmülltonne werfen.


3.Was ist mit meinem Joghurtbecher? Muss ich den auswaschen?


Zum Glück nicht, er muss weder ausgespült noch sauber geschrubbt werden. Es reicht vollkommen, wenn der Becher „löffelrein“ ist. Für euer Verständnis hier eine kurze Erläuterung wie es grob in einer Sortieranlage abläuft. Der Müll fährt auf Fließbänder eine „Straße“ entlang und Luftsauger ziehen Folien nach oben, Magnete heben eisenhaltige Materialien heraus. Anschließend erkennen Infrarot-Scanner in Sekundenschnelle verschiedene Kunststoffe und diese werden mithilfe von Druckluft in die richtige Richtung gepustet. Der Anlage bringt es also nicht, wenn der Becher blitzblank ist, sondern wir sollten die Verpackungen nicht ineinanderstecken und am besten in ihre Einzelteile zerlegen. Zum Beispiel kann man das Etikett von der Shampoo-Flasche rubbeln oder den Drehverschluss der Milchtüte aufdrehen und alles getrennt in den gelben Sack legen.

4.Wohin mit den benutzen Taschentücher?


Papier ist eigentlich ein Luxusmittel doch wir behandeln es wie Massenware. Der Großteil der Papierfasern lässt Deutschland aus dem Ausland importieren, aus ökologisch umstrittenen Plantagen.Ca. 227 Kilo hat jeder Deutsche letztes Jahr verbraucht. Damit nicht alles vollkommen neu produziert werden musss, sollte das Meiste recycelt werden. Benutze Taschentücher oder verunreinigtes Küchenkrepp gehört allerding nicht in die Altpapiertonne. Vor allem Küchenkrepp ist nicht fürs Recycling geeignet, da es in Verbindung mit Wasser nicht reißen soll. Es löst sich deshalb schlecht beim Recycling im Wasserbecken auf und es müssen neue Papierfasern untergemischt werden. Was überhaupt nicht in die Altpapiertonne gehört sind Bahntickets und Kinokarten, da diese mit Chemikalien behandelt worden sind. Die schädlichen Stoffe könnten dann zum Beispiel im recycelten Toilettenpapier landen. Pizzakartons gehören zum Altpapier, sofern dort keine Fettflecken, Käsereste, oder andere Verschmutzungen sind ansonsten sollten sie zum Restmüll geworfen werden.



5. Wohin mit Grün-, Braun- oder Weißglas? Ist es egal in welchen Container?


Auf keinen Fall alles mischen. Ein einziges falsches Glas kann einen gesamten Container kontaminieren. Auch Trinkgläser oder Teekannen können eine Ladung unbrauchbar machen. Das liegt daran das Glas das für die Verpackung von Lebens-, Arzneimittel oder Kosmetik produziert worden ist eingeschmolzen wird. Geschirr aber übersteht erhöhte Temperaturen und verunreinigt dadurch das geschmolzene Glas.


Mülltrennung ist auf jeden Fall sinnvoll und sollte auch konsequent durchgeführt werden. Jeder trägt so einen Teil dazu bei Ressourcen einzusparen und hilft dadurch unserer Erde. Die fünf oben genannten Tipps helfen euch bei der richtigen Mülltrennung und lassen diese nicht nervig werden.


Infenity

~for a better tomorrow


von Luca Zeitvogel

Quelle:

Brigitte Ausgabe 23/2020

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